Posts mit dem Label Netgear SC101 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Netgear SC101 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Vista und mein Netgear SC101

Wichtige Neuigkeit! - Bitte den Schluss des Artikels lesen!!!

Am letzten Wochenende im Januar 2007 war es dann soweit: ich habe das Update auf Vista ( Business) durchgeführt. Erstmal gings daneben, weil ich auf dem Laptop eine Server 2003-Version hatte. Also kurz ein Windows XP drauf gespielt und dann gab es keine Probleme mehr...

Internetzugang lief auch sofort. Was nicht lief, war die Installation der Netgear Storage-Software. Nach ein paar Minuten Recherche bei Netgear und in diversen Foren war dann auch klar: es geht nicht - erst mit entsprechenden Vista-Treiber ist es möglich und die werden bedauerlicherweise erst im ersten Halbjahr (wenn überhaupt) zur Verfügung gestellt; so zumindest der Diskussionsstand in diversen Foren. Auch bei Zetera, Hersteller der Software gab es keinerlei Hinweise, ob und wann. Schade, so kann man sein Image nur negativ ausbauen.

Also Workaround: virtuellen PC mit Windows XP, dort den SC101 als Freigabe für Vista herrichten.

Für Vista gibt es den "Virtual PC 2007", unter dem dann auch Windows XP läuft. Auf der http://www.microsoft.com/windows/virtualpc/default.mspx gibt es einen Link auf Virtual PC 2007 Beta Available. Hier muss man sich für den Beta-Test registieren. Der Download heisst Virtual PC 2007 Release Candidate (32-bit) und ist 28,2 MB groß.

Die Installation läuft schnell und ohne Fehler durch. Dann kann man mit dem Assitenten einen neuen virtuellen PC einrichten.

Für die Installation von XP wird die CD/DVD dem virtuellen PC zugeordnet, dannach dauert es wie immer ein wenig bis XP fertig installiert ist. Netzwerk wird automatisch zugeordnet (teilt sich die Anschlüsse mit Vista).

Nun noch die Netgear-Software installieren und das Laufwerk freigeben. Dran denken, dass der virtuelle PC in der gleichen Arbeitsgruppe wie Vista liegen soll und auch die Benutzer(-rechte) sollten gleich sein, damit es einfach wird :).

Ein paar Minuten warten, bis sich die Rechner gegenseitig kennengelernt haben und dann kann man die Freigabe des virtuellen PC als Laufwerk in Vista zuordnen.

Und das war es auch schon ...

Einige Monate später ... wir schreiben den 10. September 2007 im unendlichen Raum-Zeit-Kontinuum, in dem auch Vista und der SC101 weilt :)

Die gute Nachricht: Mittlerweile gibt es eine SC101 Firmware samt zugehöriger Vista-Treiber und zwar hier: SC101 Firmware 4.23.0 and Utility 3.0.6 (supports Windows Vista). Probemlose Installation unter Vista - beim manuellen Upgrade auf XP dauerte das Entfernen der vorigen Version etwas ... erst nachdem ich den Programm-Ordner manuell gelöscht habe, ging es.

Meine Vorgehensweise:

(1) Nicht vergessen!!! Sicherung von allen Daten des SC101 anfertigen ... man weiss ja nie, ob man nach einem Firmware-Update noch an seine Daten kommt :))) Ich habe dazu ein billiges externes USB Laufwerk gekauft und sichere sowieso fast täglich den SC101 (naja, nachdem ich schon zweimal totalen Datenverlust hatte, bin ich 'klug und weise' geworden).

(2) Download der neuen Firmware (sc101_firmware_4_23_0.bin) auf den XP-Rechner - mit dem alten Storage-Central-Manager-Utility das Firmware-Update des SC101 durchführen. Danach 2 Minuten warten und dann Strom weg beim SC101 und neu booten. Dran denken, dass das SC101 sich neue IP-Adressen via DHCP sucht - es muss also ein DHCP-Server laufen :)

(3) Download des neuen Storage-Central-Manager-Utility (scm_3_0_6_setup.exe) auf den Vista-Rechner. Dran denken, dass der SC101 bereits im Netz erreichbar sein muss - ggf. anpingen, wenn man im DHCP-Server die vergebenen IP-Adressen sehen kann. Installieren des SCM und die Meldungen bestätigen (nicht-zertifierter Treiber usw.). Aufrufen des SCM und in der 'Advanced Configuration' den Punkt 'View/Attach available drive' auswählen und das bzw. die Laufwerke/Partitionen des SC101 neu zuordnen. Ggf. mit der Vista-Datenträger-Verwaltung die Laufwerksbuchstaben und/oder die zugeordneten Pfade (junctions) nachbearbeiten.

Schritt 4 ist nur erforderlich, wenn man auch noch unter XP auf den SC101 zugreifen möchte:

(4) Download/Kopie des neuen SCM auf den XP-Rechner. Deinstallation mit 'Uninstall im Start-Menu'. Dann zur Sicherheit noch einmal Deinstallation unter Systemsteuerung-Software. Dann den alten Programmordner von NETGEAR SC101 löschen. Falls der Rechner zwischendurch neu bootet und dabei die Installation des SCM automatisch beim Start angezeigt wird: abbrechen der Installation !!!! Erst wenn alle Reste des alten SCM beseitigt sind, den frischen Download aufrufen und wie unter Schritt 3 verfahren.

So das war es! Viel Spass und Freude mit dem SC101 unter Vista.

Anmerkung 30.11.2007:

Habe bislang keine Probleme unter Vista (32Bit Version), was mich freut. Gelegentlich schaue ich mir Beschreibungen anderer Netzwerk-Storage-Lösungen an. Zur Zeit gibt es ja reichlich Anbieter. Was mich reizen würde, wäre ein kleiner Linux/Apache-HTTP-Server auf dem PHP und MySQL installierbar wären und bei man auch ein wenig RAIDen könnte (Spiegel, Stripes, Backup via anschließbarer USB-Platte ...), das ganze in der Größe des SC101 und für den Preis eines SC101 (ohne Platten), denn ich merke immer mehr, dass ich meine ganze verteilte Datenhaltung durchaus via Web-Server abwickeln könnte. Naja - vielleicht stosse ich bald auf so ein Teil ... Nebenbei noch bemerkt: zum Netzwerkdrucken und -scannen (HP MFP) und USB-Netzwerkplatten hab ich von Level One ein Zigarettenschachtel großes Teil im Einsatz (FPS-3003), läuft unter Linux und macht seinen Job ziemlich gut ...

Anmerkung 14.2.2008:

Das Freecom Data Tank Gateway mit u.a. Raid (2 Platten), WLAN, Apache (inkl. mySQL) auf der Basis eines Linux-Servers sieht fast schon so aus, wie ich es möchte ... nur noch ein wenig zu teuer: 1 GB (2 Platten-Version) für rund 500 Euro zur Zeit. Und es fehlen noch einige Features: ich habe zum Beispiel noch kein Tool zum Erstellen/Rekonstruieren eines RAID1-Spiegels zur Laufzeit entdeckt. Und offensichtlich frisst das Teil im Standby-Mode noch zuviel Strom. Was ich schön finde, ist, dass es eine rege Community gibt, die sich mit den Freecom-Produkten auseinandersetzt.

Anmerkung 15.5.2008:

Nun ist es soweit: Ich bin stolzer Besitzer eines Synology DS207+ NAS-Servers. Ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen (ca. 400 EURO inkl. 2 x 500GB - hat der SC101 mit zwei 400GB Platten aber seinerzeit auch gekostet), aber kann nun alles das, was ich mir gewünscht habe: richtiges RAID1 mit Wiederherstellung der Spiegelung im laufenden Betrieb, File-Server, Apache-Web-Server mit MySQL und PHP (aktuelle Versionen), Media-Server, Audio-Server, iTunes-Server, externe USB/SATA-Platte für die zusätzliche Datensicherung (kann aber auch als zusätzliches Laufwerk genutzt werden), Print-Server, WebCam-Server, FTP-Server, NFS-Server, ADS-Support ... braucht recht wenig Strom (11-52W), hat 1GBit Netzwerkanschluss, hat PPPoE. Weiter oben habe ich zwei Beiträge zur DS207+ verfasst: Synology DS207+ - Resümee einer Installation und Wie ein neuer Web-Server auf meinem Synology DS 207+ entstanden ist. Nicht das alles super toll ist, aber das Potential, den Server durch mehr als 800-Linux-Software-Pakete aufzuwerten, ist spannend und fantastisch.